on ruhepuls - "Moment"

http://www.ruhepuls.ws/?p=3993

Auch eines von vielem, was passiert in diesem Wandel.

Für nachfolgende Menschen wird es selbstverständlich sein, alles und jeden sofort (mit)zu teilen, (wir) Menschen, die (wir) dies anderes kennen und schätzen, vergleichen und sehen die negativen Aspekte, weil diese Vertrautes/vertraute Mechanismen verschwinden lässt. Genauso wie Platon die Schrift ablehnte, weil sie die Leute vergesslich mache.

Aus unserer heutigen Perspektive ist das traurig, später wird man diese Perspaktive nicht mehr nachvollziehen können.

on The New Readability

http://blog.readability.com/2011/01/the-new-readability/#comment-29

I’m using the readability bookmarklet for quite a long time now and I like what you’re up to right now.

But what really is a drawback for now: With the new bookmarklet the URL of the original article is altered and with that the favicon changes as well. So if I have open 2 or more articles I wanted to read using readability, they are not as easy to identfy, as they all have the same favicon. In addition, if I have to restart my browser, and all tabs are restored, those articles are not restored as the original article, but as the readability version.

Until now readability only was a layer on top of the original article and website, now it’s a separate platform, which moves away from the original article’s website. In other words: It’s a second Instapaper, which I really like and use on a day-to-day basis, but I also liked readability for its simplicity.

And still, more payment options would be nice. Maybe that’s on your roadmap, but I wanted to stress that fact anyways. As I’m sitting in Germany, Amazon paments only allows me to pay with my credit card, and not through my (german) bank account. Paypal of course would be an option, maybe there’s something else, so it wouldn’t always be the usual suspects.

Thanks for now.

on Warum aus Diaspora nichts wird [3]

https://freundeskreis.einslive.de/web/freundeskreis/blogger ...... articleid=170194

speziell den letzten Abschnitt möchte ich gezielt sekundieren. (Ich stimme dem zu ;) )

Was hat 1Live mit dem Freundeskreis vor? Ist das ein weiterer Versuch die Kommunikation zu bündeln und damit die Kontrolle zu behalten. Vor allem in Anbetracht der Notwendigkeit seitens 1Live langsam mal wirklich echte Transparenz zu leben und den Kommunikationskontrollverlust als Tatsache zu akzeptieren.

Nun.. angemeldet hab ich mich letztlich auch.. aber ich bin ja auch nur ein Mensch.. ;)

on Warum aus Diaspora nichts wird [2]

https://freundeskreis.einslive.de/web/freundeskreis/blogger ...... articleid=170194

ad absurdum geht zu weit.

Natürlich habe ich bei einem Hoster nicht die gleiche Kontrolle, wie bei einem eigenen Server. Aber ich hab eine Auswahlmöglichkeit, deswegen das E-Mail-Beispiel. D.h. im Idealfall entsteht hier ein Markt, also ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Diaspora-Hostern. Und da könnte Datenschutz eben wieder zu einem zentralen Abwägungspunkt (oder "Kaufkriterium") werden. Also entscheide ich mich für den Anbieter, der mir im Punkte Datenschutz am vertrauenswürdigsten erscheint.

Bei einem geschlossenen Netzwerk wie Facebook habe ich nur die Möglichkeit ja oder nein. Wenn ich mit den Leuten in diesem Netzwerk kommunizieren will, muss ich mich dafür entscheiden meine Daten genau dort abzulegen und damit aus der Hand zu geben.

Eine gehostete Lösung, zu der es jederzeit Alternativen gibt, ist da etwas ganz anderes.

on Warum aus Diaspora nichts wird

https://freundeskreis.einslive.de/web/freundeskreis/blogger ...... articleid=170194

Interessante, aber nicht neue These in Bezugauf Diaspora. Wie du im Zusammenhang mit dem fehlerhaften Code selbst andeutest, muss man so einem Projekt auch Zeit zur Entwicklung geben. Es wird mittelfristig sicher auch gehostete Lösungen geben, wo sich die Nutzer für einen Anbieter entscheiden können, dem sie vertrauen und sich dann bloß registrieren müssen.

Vergleichbar mit E-Mail-Diensten:
E-Mail ist ein offener Standard, d.h. ich kann einen eigenen E-Mail-Server betreiben und mit aller Welt per E-Mail kommunizieren, oder ich kann, wie die große Mehrheit, mich für einen Hoster wie GMX, Google, Hotmail, etc. entscheiden und trotzdem mit aller Welt per E-Mail kommunizieren.

Ich habe die berechtigete Hoffnung, dass sich Diaspora in eine vergleichbare Richtung entwickelt.

on Die Sache mit dem Offline

http://happyschnitzel.com/2010/08/24/die-sache-mit-dem-offline/#comment-947

Ja. Aber!

So richtig das irgendwo ist, so falsch finde ich den Denkfehler. Den Denkfehler offline und online klassifizieren zu wollen.
„Zu Hause hab ich keinen Computer.“ „Am Wochenende geh ich nich ins Internet.“ „Ich mach jetzt mal ne Woche Internet-Pause.“ Alles schon mehrfach gehört, und jedesmal wieder erschrecke ich ob dieser konstruierten Zwänge.

Um mal einen schlechten Vergleich zu konstruieren: Wenn ich denke, „ich hab in letzter Zeit zu viel Junk Food gegessen.“, dann sag ich mir nicht, „ich ess jetzt mal ne Woche gar nix.“ oder „am Wochenende ess ich nix.“, sondern ich versuche meine Ernährung wieder bewusster zu gestalten.
Will sagen: Gerade weil der Umgang mit neuen Kommunikationskanälen und -formen und dem Mehr an Menschen, die wir dort zu verwalten haben, erst gelernt werden will, müssen wir diesen regelmäßig reflektieren, soweit bin ich da bei dir, und eben bewusst gestalten.
Dazu gehört dann eben auch, eine E-Mail ruhig mal liegen zu lassen, oder nicht alle fünf Minuten Twitter oder facebook zu checken. Das gelingt mir auch nicht immer.

Aber wenn wir es schaffen, diese Kontrolle zu behalten, bzw. zu erlangen, dann brauchen wir auch keine auferlegten Offline-Phasen. Dann können wir auch ständig online sein.

on Was passierte auf der Loveparade warum? Wer hat die Schuld?

http://blog.odem.org/2010/07/loveparade.html#comment-10884

Wie xbg schon schreibt, ist auf vielen Videos erkennbar, dass an der jeweiligen Position des Filmers vergleichsweise viel Platz herrscht. Im ersten Moment scheint es schwer verständlich, warum die Menschen am Rand der Knäuel nicht von der Masse wegrücken, um das Ganze zu entzerren. Vermutlich ist aus einigen Metern Entfernung schon nicht mehr erkennbar, dass dort (hier also an der Treppe und am Baucontainer) eine enorme Platznot herrscht. Es wird so wirken, als wollten die Leute in erster Linie aufs Gelände, und weniger aus der Menge raus. Es würde mich nicht wundern, wenn dies auch zumindest anfänglich der Grund gewesen ist, weshalb Menschen diese Wege gesucht haben.

In dem knapp 10-minütigen Video sieht man bei 5:37, nach der angesprochenen Überblende, wie Menschen an der Plakatwand mit den Armen in Richtung der Rampe und des Gelände-Eingangs wedeln. Vermutlich wollen sie die Menschen auffordern in diese Richtung zu gehen, um den Druck aus der Masse zu nehmen.

Aber dies sind vermutlich eben diese schwer nachzuvollziehenden Mechanismen, die in solchen Massen entstehen. Und eben der Grund, warum so etwas einer anspruchsvollen und v.a. funktionierenden Steuerung durch Polizei und Ordnungskräfte bedarf. Die es hier offentsichtlich nicht gegeben hat.

on Schlagschatten [2]


[Foto wird automatisch eingebunden. (c) Kai Müller]

Danke Kai, (bedanken oder nicht, ist hier nicht die entscheidende Frage), das mag sein, dass der Kuchen überbelichtet ist. Aber darum ging es mir bei dem Bild nicht. Es ging mehr um einen Erinnerungswert. Um das Abdrücken grad in dem Moment, in dem keiner mit dem Messer am Kuchen rumschrabbelt.


richtig oder falsch? darf ich kritisieren, soll ich kritisieren? Wird Kritik, Meinung erwartet? Für den Betrachter nicht zu erkennen. Der eine hält sich zurück, der andere nicht.

Zur Klarstellung: Ich kann beide Seiten verstehen. Ja, ich wäre im ersten Moment auch verwundert, wenn sich jemand mit den Details an einem Foto auseinandersetzt, bei dem ich eine andere Intention hatte, als mich mit diesen Details zu befassen.
Aber die für mich entscheidende Frage ist, wie reagiere ich darauf. Und ich möchte dem Kommentator dann eben lieber sagen, warum das eine oder andere Detail nicht so ist, wie er es für richtig hält. Oder vielleicht auch einfach schweigen. Auf jeden Fall möchte ich nicht zurückfragen, "warum kritisierst du mich?"
Das macht für mich den Unterschied.

Vielleicht sind wir da auch anders sozialisiert, weil du vermutlich einiges mehr an Komentaren zu deinen Werken bekommst. Bei mir ist es die Ausnahme.
Für mich wirkt das "ich finde: ich hab dich nicht gefragt.." ein wenig angepisst. (KEINE Kritik, nur ne Wirkungsbeschreibung)

on Schlagschatten


[Foto wird automatisch eingebunden. (c) Kai Müller]

Wer seine Bilder bei Flickr präsentiert, hat in der Regel den Wunsch, dass sie von einigen Menschen betrachtet werden. Auch Menschen, zu denen man keinen persönlichen Bezug hat.
Wenn das bei dir anders ist, Kai, dann klär uns bitte auf.

Die Menschen, die sich diese Bilder dann anschauen, haben oft eine Meinung. Zum Bild und zu anderen Dingen. Das liegt in der Regel daran, dass sie Menschen sind.
Und diese Menschen äußern diese Meinung mitunter auch gerne. Die einen mehr, die anderen weniger. Liegt unter anderem daran, dass sie Menschen sind.
Das nennt man Austausch. Auch ein Teil dessen, was das Internet und Social-Dingsbums ausmacht.

Insofern etwas, mit dem man konfrontiert wird, wenn man sich in die Öffentlichkeit begibt.

Ich für meinen Teil hätte im Fall des ersten Kommentars vielleicht einfach etwas im Sinne von:
"Danke für deine Einschätzung, aber um eine derartige Perfektion (oder whatever) ging es mir in diesem Moment nicht. Mir ist egal, ob in dem Bild Unzulänglichkeiten sind. Es war eine spontane Aktion."
gesagt. Anstatt den Kommentator dafür zu kritisieren, mich zu kritisieren.

Ein richtig oder falsch gibt es hier nicht. Aber Nuancen und Feinheiten. Die den Unterschied machen.

on Pflicht zur Herausgabe des XING Accounts bei Arbeitsplatzwechsel ?

http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/128-Pflicht-zur-Herausgabe-des-XING-Accounts-bei-Arbeitsplatzwechsel.html#c3073

Der Artikel (und auch der Kommentar von Wolf J. Reuter) verdeutlichen vor allem, wie die Grenze zwischen Privat- und Arbeitsleben immer stärker verwischt.

Gab es früher noch ein privates und ein (wechselndes) geschäftliches E-Mail-Postfach (das in der Regel auch nur während der Arbeitszeiten verfügbar war/ist), so gibt es heute immer häufiger EINEN Account bei sozialen Netzwerken wie Xing oder Facebook. Und der ist rund um die Uhr nutzbar.
Ein Trennung zwischen privater und geschäftlicher Nutzung wird hier schwierig und in Zukunft auch noch schwieriger werden. Selbst wenn man versucht das auf einzelne Kontakte runterzubrechen.

Wenn ich zum Zeitpunkt des Arbeitsverhältnis bereits bestehende Kontakte dann über Xing auch in geschäftlichen Zwecken anspreche, oder umgekehrt mich mit geschäftlichen Kontakten auch mal auf ein Bier verabrede und zur Verabredung eine Nachricht über Xing verschicke, könnte man im Nachhinein allenfalls noch versuchen einzelne Nachrichten nach privat oder geschäftlich zu klassifizieren. Aber auch in einer einzelnen Nachricht kann man ja theoretisch private und geschäftliche Belange besprechen.

Früher hätte man dann vielleicht gesagt: "Wir tauschen jetzt mal unsere privaten Telefonnummern aus.", bzw. "Ich geb dir mal meine geschäftliche E-Mail-Adresse."
Sowas wird unmöglich, wenn ich nur einen Facebook- oder Xing-Account habe.
Oder anders formuliert: Es gibt immer mehr Fälle, in denen ein Kontakt aus privater, wie auch aus geschäftlicher Motivation gepflegt wird. Soziale Netzwerke haben diesen Effekt verstärkt, bzw. oft erst möglich gemacht.

Xing ist dazu noch spezieller - um auf die im Artikel angesprochenen verschiedenen Profilszenarien einzugehen. Die meisten werden dort nicht private Adresse und geschäftliche E-Mail oder umgekehrt hinterlegt haben, sondern Adresse, Telefon, E-Mail, Website-Links jeweils einmal privat und einmal geschäftlich hinterlegen. Noch dazu schreiben viele ihren Lebenslauf inkl. vorheriger Arbeitgeber in ihr Profil.
Oft habe ich auch schon den Fall mitbekommen, dass ein Xing-Account schon vor einem Arbeitsverhältnis bestand, aber der Arbeitgeber für die Dauer das Arbeitsverhäktnisses die Kosten übernommen hat.

Es ist nachvollziehbar und legitim, wenn Arbeitgeber Anspruch auf geschäftliche Kontakte und Korrespondenz erheben. Nur wer entscheidet, was hier in den Interessensbereich des AG fällt, und darf der AN dann bestimmte Nachrichten, die auch private Teile haben, nicht für sich nutzen?
Aber einen ausgeschiedenen Arbeitnehmer zu zwingen einen ganzen Account herauszugeben, bzw. im Rahmen eines Wettbewerbsverbots die Kontaktaufnahme zu gewissen Kontaken zu untersagen, kann in Zukunft nur noch in sehr speziellen Einzelfällen (Account wurde nach Weisung des AG angelegt und nur dementsprechend genutzt) als legitim betrachtet werden. Auf die Spitze getrieben, würde dies bedeuten, dass ich mit bestimmten Personen nicht mehr befreundet sein darf. (Die Definition des Wortes 'Freund' überdarf in diesem Zusammenhang auch einer Generalüberholung und feineren Abstufung, aber das soll jetzt hier nicht Thema sein.)

Ich will nicht - wie im Artikel auch richtig angedeutet - von der Notwendigkeit neuer Gesetzgebung sprechen, aber die Rechtsprechung steht hier in der nächsten Zeit eindeutig vor einer großen Herausforderung. Das haben wir ja auch schon bei vielen anderen Themen rund um Netz und Kommunikaton im Netz (mitunter: leider) erleben dürfen.


Als weitere Anregung möchte ich auch den folgenden Artikel empfehlen, in dem es um die Frage geht, ob man Twitter lieber aus dem Bauch heraus, oder lieber aus dem Kopf heraus nutzt und in dem u.a. auch die Rede von Stefan Keuchel ist, der unter einem Account sowohl als Familienvater, als auch als Pressesprecher von Google Deutschland twittert.
http://werbeschaf.blogspot.com/2009/05/kopf-twittern-gegen-bauch-twittern.html