pauneu / comments

ein kommentar von pauneu 

on Die Sache mit dem Offline

http://happyschnitzel.com/2010/08/24/die-sache-mit-dem-offline/#comment-947

Ja. Aber!

So richtig das irgendwo ist, so falsch finde ich den Denkfehler. Den Denkfehler offline und online klassifizieren zu wollen.
„Zu Hause hab ich keinen Computer.“ „Am Wochenende geh ich nich ins Internet.“ „Ich mach jetzt mal ne Woche Internet-Pause.“ Alles schon mehrfach gehört, und jedesmal wieder erschrecke ich ob dieser konstruierten Zwänge.

Um mal einen schlechten Vergleich zu konstruieren: Wenn ich denke, „ich hab in letzter Zeit zu viel Junk Food gegessen.“, dann sag ich mir nicht, „ich ess jetzt mal ne Woche gar nix.“ oder „am Wochenende ess ich nix.“, sondern ich versuche meine Ernährung wieder bewusster zu gestalten.
Will sagen: Gerade weil der Umgang mit neuen Kommunikationskanälen und -formen und dem Mehr an Menschen, die wir dort zu verwalten haben, erst gelernt werden will, müssen wir diesen regelmäßig reflektieren, soweit bin ich da bei dir, und eben bewusst gestalten.
Dazu gehört dann eben auch, eine E-Mail ruhig mal liegen zu lassen, oder nicht alle fünf Minuten Twitter oder facebook zu checken. Das gelingt mir auch nicht immer.

Aber wenn wir es schaffen, diese Kontrolle zu behalten, bzw. zu erlangen, dann brauchen wir auch keine auferlegten Offline-Phasen. Dann können wir auch ständig online sein.

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on Was passierte auf der Loveparade warum? Wer hat die Schuld?

http://blog.odem.org/2010/07/loveparade.html#comment-10884

Wie xbg schon schreibt, ist auf vielen Videos erkennbar, dass an der jeweiligen Position des Filmers vergleichsweise viel Platz herrscht. Im ersten Moment scheint es schwer verständlich, warum die Menschen am Rand der Knäuel nicht von der Masse wegrücken, um das Ganze zu entzerren. Vermutlich ist aus einigen Metern Entfernung schon nicht mehr erkennbar, dass dort (hier also an der Treppe und am Baucontainer) eine enorme Platznot herrscht. Es wird so wirken, als wollten die Leute in erster Linie aufs Gelände, und weniger aus der Menge raus. Es würde mich nicht wundern, wenn dies auch zumindest anfänglich der Grund gewesen ist, weshalb Menschen diese Wege gesucht haben.

In dem knapp 10-minütigen Video sieht man bei 5:37, nach der angesprochenen Überblende, wie Menschen an der Plakatwand mit den Armen in Richtung der Rampe und des Gelände-Eingangs wedeln. Vermutlich wollen sie die Menschen auffordern in diese Richtung zu gehen, um den Druck aus der Masse zu nehmen.

Aber dies sind vermutlich eben diese schwer nachzuvollziehenden Mechanismen, die in solchen Massen entstehen. Und eben der Grund, warum so etwas einer anspruchsvollen und v.a. funktionierenden Steuerung durch Polizei und Ordnungskräfte bedarf. Die es hier offentsichtlich nicht gegeben hat.

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on Schlagschatten [2]


[Foto wird automatisch eingebunden. (c) Kai Müller]

Danke Kai, (bedanken oder nicht, ist hier nicht die entscheidende Frage), das mag sein, dass der Kuchen überbelichtet ist. Aber darum ging es mir bei dem Bild nicht. Es ging mehr um einen Erinnerungswert. Um das Abdrücken grad in dem Moment, in dem keiner mit dem Messer am Kuchen rumschrabbelt.


richtig oder falsch? darf ich kritisieren, soll ich kritisieren? Wird Kritik, Meinung erwartet? Für den Betrachter nicht zu erkennen. Der eine hält sich zurück, der andere nicht.

Zur Klarstellung: Ich kann beide Seiten verstehen. Ja, ich wäre im ersten Moment auch verwundert, wenn sich jemand mit den Details an einem Foto auseinandersetzt, bei dem ich eine andere Intention hatte, als mich mit diesen Details zu befassen.
Aber die für mich entscheidende Frage ist, wie reagiere ich darauf. Und ich möchte dem Kommentator dann eben lieber sagen, warum das eine oder andere Detail nicht so ist, wie er es für richtig hält. Oder vielleicht auch einfach schweigen. Auf jeden Fall möchte ich nicht zurückfragen, "warum kritisierst du mich?"
Das macht für mich den Unterschied.

Vielleicht sind wir da auch anders sozialisiert, weil du vermutlich einiges mehr an Komentaren zu deinen Werken bekommst. Bei mir ist es die Ausnahme.
Für mich wirkt das "ich finde: ich hab dich nicht gefragt.." ein wenig angepisst. (KEINE Kritik, nur ne Wirkungsbeschreibung)

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on Schlagschatten


[Foto wird automatisch eingebunden. (c) Kai Müller]

Wer seine Bilder bei Flickr präsentiert, hat in der Regel den Wunsch, dass sie von einigen Menschen betrachtet werden. Auch Menschen, zu denen man keinen persönlichen Bezug hat.
Wenn das bei dir anders ist, Kai, dann klär uns bitte auf.

Die Menschen, die sich diese Bilder dann anschauen, haben oft eine Meinung. Zum Bild und zu anderen Dingen. Das liegt in der Regel daran, dass sie Menschen sind.
Und diese Menschen äußern diese Meinung mitunter auch gerne. Die einen mehr, die anderen weniger. Liegt unter anderem daran, dass sie Menschen sind.
Das nennt man Austausch. Auch ein Teil dessen, was das Internet und Social-Dingsbums ausmacht.

Insofern etwas, mit dem man konfrontiert wird, wenn man sich in die Öffentlichkeit begibt.

Ich für meinen Teil hätte im Fall des ersten Kommentars vielleicht einfach etwas im Sinne von:
"Danke für deine Einschätzung, aber um eine derartige Perfektion (oder whatever) ging es mir in diesem Moment nicht. Mir ist egal, ob in dem Bild Unzulänglichkeiten sind. Es war eine spontane Aktion."
gesagt. Anstatt den Kommentator dafür zu kritisieren, mich zu kritisieren.

Ein richtig oder falsch gibt es hier nicht. Aber Nuancen und Feinheiten. Die den Unterschied machen.

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on Pflicht zur Herausgabe des XING Accounts bei Arbeitsplatzwechsel ?

http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/128-Pflicht-zur-Herausgabe-des-XING-Accounts-bei-Arbeitsplatzwechsel.html#c3073

Der Artikel (und auch der Kommentar von Wolf J. Reuter) verdeutlichen vor allem, wie die Grenze zwischen Privat- und Arbeitsleben immer stärker verwischt.

Gab es früher noch ein privates und ein (wechselndes) geschäftliches E-Mail-Postfach (das in der Regel auch nur während der Arbeitszeiten verfügbar war/ist), so gibt es heute immer häufiger EINEN Account bei sozialen Netzwerken wie Xing oder Facebook. Und der ist rund um die Uhr nutzbar.
Ein Trennung zwischen privater und geschäftlicher Nutzung wird hier schwierig und in Zukunft auch noch schwieriger werden. Selbst wenn man versucht das auf einzelne Kontakte runterzubrechen.

Wenn ich zum Zeitpunkt des Arbeitsverhältnis bereits bestehende Kontakte dann über Xing auch in geschäftlichen Zwecken anspreche, oder umgekehrt mich mit geschäftlichen Kontakten auch mal auf ein Bier verabrede und zur Verabredung eine Nachricht über Xing verschicke, könnte man im Nachhinein allenfalls noch versuchen einzelne Nachrichten nach privat oder geschäftlich zu klassifizieren. Aber auch in einer einzelnen Nachricht kann man ja theoretisch private und geschäftliche Belange besprechen.

Früher hätte man dann vielleicht gesagt: "Wir tauschen jetzt mal unsere privaten Telefonnummern aus.", bzw. "Ich geb dir mal meine geschäftliche E-Mail-Adresse."
Sowas wird unmöglich, wenn ich nur einen Facebook- oder Xing-Account habe.
Oder anders formuliert: Es gibt immer mehr Fälle, in denen ein Kontakt aus privater, wie auch aus geschäftlicher Motivation gepflegt wird. Soziale Netzwerke haben diesen Effekt verstärkt, bzw. oft erst möglich gemacht.

Xing ist dazu noch spezieller - um auf die im Artikel angesprochenen verschiedenen Profilszenarien einzugehen. Die meisten werden dort nicht private Adresse und geschäftliche E-Mail oder umgekehrt hinterlegt haben, sondern Adresse, Telefon, E-Mail, Website-Links jeweils einmal privat und einmal geschäftlich hinterlegen. Noch dazu schreiben viele ihren Lebenslauf inkl. vorheriger Arbeitgeber in ihr Profil.
Oft habe ich auch schon den Fall mitbekommen, dass ein Xing-Account schon vor einem Arbeitsverhältnis bestand, aber der Arbeitgeber für die Dauer das Arbeitsverhäktnisses die Kosten übernommen hat.

Es ist nachvollziehbar und legitim, wenn Arbeitgeber Anspruch auf geschäftliche Kontakte und Korrespondenz erheben. Nur wer entscheidet, was hier in den Interessensbereich des AG fällt, und darf der AN dann bestimmte Nachrichten, die auch private Teile haben, nicht für sich nutzen?
Aber einen ausgeschiedenen Arbeitnehmer zu zwingen einen ganzen Account herauszugeben, bzw. im Rahmen eines Wettbewerbsverbots die Kontaktaufnahme zu gewissen Kontaken zu untersagen, kann in Zukunft nur noch in sehr speziellen Einzelfällen (Account wurde nach Weisung des AG angelegt und nur dementsprechend genutzt) als legitim betrachtet werden. Auf die Spitze getrieben, würde dies bedeuten, dass ich mit bestimmten Personen nicht mehr befreundet sein darf. (Die Definition des Wortes 'Freund' überdarf in diesem Zusammenhang auch einer Generalüberholung und feineren Abstufung, aber das soll jetzt hier nicht Thema sein.)

Ich will nicht - wie im Artikel auch richtig angedeutet - von der Notwendigkeit neuer Gesetzgebung sprechen, aber die Rechtsprechung steht hier in der nächsten Zeit eindeutig vor einer großen Herausforderung. Das haben wir ja auch schon bei vielen anderen Themen rund um Netz und Kommunikaton im Netz (mitunter: leider) erleben dürfen.


Als weitere Anregung möchte ich auch den folgenden Artikel empfehlen, in dem es um die Frage geht, ob man Twitter lieber aus dem Bauch heraus, oder lieber aus dem Kopf heraus nutzt und in dem u.a. auch die Rede von Stefan Keuchel ist, der unter einem Account sowohl als Familienvater, als auch als Pressesprecher von Google Deutschland twittert.
http://werbeschaf.blogspot.com/2009/05/kopf-twittern-gegen-bauch-twittern.html

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on Jack Wolfskin, die Meute und die AGB [2]

http://lumma.de/2009/10/18/jack-wolfskin-die-meute-und-die-agb/#comment-20607

Ich mag da naiv sein, aber ich bin ja auch noch jung..

Die Tatze ist geschützt. Das gilt es zu akzeptiren. D.h. aber noch lange nicht, dass ich das richtig finde. Gerade bei dem verlinkten Beispiel mit der taz und dem damaligen Ablauf (die taz war eigentlich zuerst da.) zeigt sich für mein Verständnis die Realitätsferne.

Das Markenrecht von Jack Wolfskin wurde verletzt. Aber was für eine Verletzung ist das. Wo ist Jack Wolfskin verletzt. Welcher Schaden entsteht konkret dadurch.

Nicht die Sau, die durchs Dorf getrieben wird, macht hier ne große Welle, sondern Jack Wolfskin.

Nur weil ich Vorfahrt habe, muss ich mir diese Vorfahrt nicht auf Teufel komm raus nehmen. Sondern kann auch mal zurückhaltend auf die Kreuzung zufahren, um zu kucken, ob es nicht für alle vorteilhafter ist, wenn ich das andere Auto zu erst in die Kreuzung fahren lasse.
Some call it gesunder Menschenverstand.

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on Jack Wolfskin, die Meute und die AGB

http://lumma.de/2009/10/18/jack-wolfskin-die-meute-und-die-agb/#comment-20599

“eben nicht so lukrativ”
Das ist das ganze Problem der Abmahnmechanik.

Die entscheidende Frage scheint hier für mich zu sein: Ist eine Pfote schützenswert. Wurde durch die im Werbeblogger abgebildete Pfote das Markenrecht von Jack Wolfskin verletzt? Und allein, dass ich diese Frage schon stellen muss, ist für mich ein Indiz eines verlorenen Augenmaß.

Und ganz allgemein – ohne die Details in diesem Fall zu kennen – und deswegen mit Blick auf viele Abmahnfälle gerichtet: Auf jedem Schreibtisch, auf dem eine Abmahnung verfasst, bzw. in Auftrag gegeben wird, steht ein Telefon, mit dem man telefonieren kann. Damit lassen sich viele Probleme nicht nur im Vorfeld, sondern auch mit einem erheblich geringeren Aufwand lösen.

Vielleicht gibt es bei den Anbietern bei Dawanda auch kommerzielle Absichten, aber ich wage die kühne Behauptung, dass keiner (abgesehen von den üblichen Ausnahmen) gezielt Jack Wolskin instrumentalisieren wollte, um den einen oder anderen Euro mehr rauszuschlagen. Jeder, der etwas bei ebay verkauft, möchte damit Geld verdienen. Trotzdem ist der Großteil der Verkäufer, nicht nur nach den ebay-Richtlininen, sondern auch nach geltendem Recht, als Privatverkäufer einzustufen. Die Abstufung ‘kommerziell – nicht kommerziell’ ist hier, und gerade in Zeiten von user-generated-content, nicht ausreichend. Es ist ein Unterschied, ob ich mich als Privatperson von Sachen inspieren lasse, um eigene Sachen im kleinen Rahmen unter die Leute zu bringen, oder ob ich professionell bestehende Marken nachempfinde und kopiere, um damit großen Reibach zu machen.

“Das Recht ist nur das ethische MINIMUM” unserer Gesellschaft. Vor diesem Schritt gibt es genug andere Ebenen, auf denen sich Menschen begegnen und ihre Unstimmigkeiten beseitigen können.
Erst recht im Netz.

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on parasiten

http://wirres.net/article/articleview/5379/1/6/#1655946

Kultur ist parasitär.
Gesellschaft ist parasitär.
Kultur ist Gesellschaft und Gesellschaft baut immer auf anderen auf.

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on Kerners künstliche Aufregung über Twitter

http://blog.hogenkamp.com/2009/09/23/kerners-kuenstliche-aufregung-ueber-twitter/#comment-66543

Der Witz von Kerner (”Papa, …”) ist nicht nur dumm, sondern vermutlich auch geklaut.

Ich hab den vor Monaten das erste mal bei twitter.com/netzpolitik gelesen. (Und fand ihn damals – und heute noch – gar nich so dumm, weil er zum einen das Selbstverständnis der nachwachsenden Generation im Umgang mit dem Netz verdeutlicht, und zum anderen auf die allmählich immer bedeutender und selbstverständlicher werdende Trennung von Infrastruktur (Netz) und Zugangsmöglichkeiten (Computer, etc.) hinweist.)

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on Warum ich nie wieder eine Postkarte frankieren werde

http://netzwertig.com/2009/08/17/postino-warum-ich-nie-wieder-eine-postkarte-frankieren-werde/comment-page-1/#comment-63700

Ich hab ja damals im Italien-Sommer 2003 schon von meinem Nokia 7650 eine MMS mit einem Urlaubsschnappschuss und einigen persönlichen Worten an Vodafone verschickt, die dann ne Woche später in Postkartenform bei der Verwandschaft in Leverkusen angekommen ist.
Hat 39 cent gekostet.

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